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Stoffwechsel
25.57.2019

Der „eingeschlafene Stoffwechsel“

Ein sehr weit verbreiteter Mythos: der Stoffwechsel ist nach fortgeschrittener in der Diät „eingeschlafen“. Für die, die es nicht kennen, eine kurze Erklärung: Mit diesem Spruch geht man davon aus, dass nach längerer Gewichtsreduktion das Gewicht plötzlich stagniert und man nicht mehr abnimmt - weil der Stoffwechsel sich an die kalorienreduzierte Diät anpasst und man sich nicht mehr im Kaloriendefizit befindet. Um es Vorweg zu klären - der Mythos stimmt nur bedingt. Tatsächlich ist es kein seltenes Phänomen, dass nach längerer Zeit der kalorienreduzierten Ernährung das Gewicht stagniert. Es ist völlig normal, dass man nach einer gewissen Zeit eine Gewichtsstagnation erreicht, weshalb das Kaloriendefizit nochmal erhöht werden muss. Dies liegt allerdings nicht an dem „eingeschlafenen“ Stoffwechsel, sondern an dem RMR (Resting Metabolic Rate). Dieser ist auch als Grundumsatz bekannt und gibt an, wie viele Energie der Körper braucht, um die lebenserhaltenden Organfunktionen aufrechtzuerhalten. Da eine Diät für den Körper immer eine „Stresssituation“ ist, wird dieser Energieverbrauch aktiv vom Körper runtergefahren, um auch mit weniger Nahrung überleben zu können. Dies erklärt, warum man nach einer gewissen Zeit mit dem gleichen Kaloriendefizit auf eine Gewichtsstagnation stößt. Da der Grundumsatz nach einer langanhaltenden Diät sinkt, ist der Körper sehr anfällig für einen Jo-Jo-Effekt, da man nun mit weniger Kalorien zunimmt. Deshalb ist es wichtig sich nach einer Diät vorsichtig an den alten Kalorienbedarf anzutasten, um eine drastische Gewichtszunahme zu vermeiden. Dabei wird von Zeit zu Zeit die Kalorienzufuhr stetig leicht erhöht, um den Körper dran zu gewöhnen.